kollektiv tierbefreiung dresden ist eine Ortsgruppe des tierbefreier*innen e.V. und Teil des Anarchistischen Netzwerkes Dresden. Wir solidarisieren uns mit Tierbefreier*innen und stehen für die gesellschaftliche Befreiung von anderen Tieren – aus sozialen, kulturellen und institutionalisierten Ausbeutungs- und Gewaltverhältnissen.

Unsere Gruppe steht für gewachsene, etablierte Strukturen innerhalb linker Kämpfe in der Stadt, die kombiniert mit progressiven, neuen und jüngeren Ideen und Menschen zusammen für einen intersektionalen Antispeziesismus eintreten und für eine befreite Gesellschaft kämpfen wollen.

Da die zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Tieren gezogene Grenze ein gesellschaftliches Konstrukt ist, hinterfragen wir die übliche Verwendung der Begriffe und Einteilung von Individuen in Menschen und Tiere (oder Männer und Frauen).

Wir gehen über die Forderungen des Tierschutzes, die eine „artgerechte Haltung“ und „humane Tötung“ und denen des Artenschutzes, die nur den Erhalt der Artenvielfalt anstrebt, hinaus. Desweiteren sehen wir auch über die bloße Forderung nach Tierrechten innerhalb des kapitalistischen Systems kritisch. Wir wollen keine größeren und sauberen Käfige, sondern gar keine Käfige. Wir kämpfen für eine Gesellschaft, welche die Einzigartigkeit und Individualität aller respektiert und Freiheit, Unversehrtheit und ein uneingeschränktes Lebensrecht, frei von Gewalt, Ausbeutung und Willkür ermöglicht.

Unter dem Begriff Kollektiv verstehen wir einen Zusammenschluss von Menschen, die sich gesellschaftspolitisch und zwischenmenschlich verbunden fühlen und füreinander Verantwortung übernehmen möchten, als Gegenentwurf zum herrschenden (kapitalistischen), ausbeutenden System.

kollektiv tierbefreiung dresden versteht sich als Teil der Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung in einem emanzipatorischen Kontext. Wir handeln nach basisdemokratischen Prinzipien, verfolgen eine konsensfähige Entscheidungsfindung und reflektieren bestehende Herrschaftsverhältnisse kritisch.

Wir positionieren uns gegen strukturelle und sowohl direkte physische als auch psychische Gewalt, die durch Speziesismus*, Sexismus, Rassismus, Klassismus sowie anderen Diskriminierungsformen entsteht.

Wir streben eine vegane (tier“produkt“freie), faire und ökologische Lebensweise an, die Tieren und Menschen ein höchstmögliches Maß an Respekt zukommen lässt.

*Speziesismus bedeutet die Diskriminierung eines Lebewesens auf Grund seiner Artzugehörigkeit. Der Begriff wurde 1970 von dem britischen Psychologen Richard Ryder entworfen und stellt eine Analogie zu Rassismus und Sexismus dar. In allen Fällen wird der Gleichheitsgrundsatz verletzt.)

Was wir machen:

Wir informieren über Tiernutzung-& ausbeutung, sowie Tierrechte und Tierbefreiung, setzen Impulse und beteiligen uns an entsprechenden gesellschaftlichen Debatten. Als Gruppe verbinden wir Tierbefreiung mit anderen Befreiungsbewegungen und kämpfen gemeinsam mit ihnen für eine gerechte Welt. Wir organisieren regelmäßig Kundgebungen, Lesekreise, offene Treffen, Vorträge, Workshops und andere Formate, um Aufklärungs- und Öffentlichkeitsarbeit zu verschiedenen Themen der Tierbefreiungsbewegung sowie anderen sozialen Kämpfen zu leisten. Zusätzlich wollen wir eine Anlaufstelle für Menschen bieten, welche sich zu Speziesismus austauschen und informieren wollen. In der Vergangenheit haben wir zudem Buchvorstellungen, Camps, Demos, Kampagnen, Konzerte und Stadtrundgänge organisiert sowie eigene Texte veröffentlicht.

Als Teil des tierbefreier*innen e.V. liegt unser Fokus außerdem auch auf Solidaritätsarbeit für von Repression betroffene Aktivist*innen.

Unser altes „Wer wir sind“- Video (2014):