Am Donnerstag, den 27.12.2018, beteiligten sich etwa 45 Aktivist*innen an unserer Demonstration „Für einen Zirkus ohne Tiere“ vor dem Dresdner Weihnachts-Circus. Mit verschiedenen Schildern und Transparenten informierten wir Zirkusbesucher*innen und Passant*innen über das Gefangenhalten und zur Schaustellen von Tieren in der Manage. In Redebeiträgen wiesen wir mehrfach darauf hin, dass unsere Forderungen über ein sogenannte Wildtierverbot hinausgehen und alle Tierarten mit einschließen. Außerdem thematisierten wir den allgemeinen gesellschaftlichen Umgang zwischen Mensch und Tier, da Lebewesen zu sogenannten Zirkustieren deklariert werden, weil ihnen Bezeichnung und Funktion von Menschen zugeschrieben werden.

Für die natürlichen Bedürfnisse und Verhaltensweisen der Tiere – wie ausreichende Rückzugsmöglichkeiten, Tag-Nachtrhythmus oder komplexe Sozialstrukturen – ist im Zirkus kein Platz. Was zählt sind nicht die Bedürfnisse der Tiere, sondern lediglich der zu erzielende Profit und die Unterhaltung des Publikums – auf Kosten der Tiere.

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Unsere Gruppe tierbefreiung dresden organisiert seit mehr als 10 Jahren regelmäßig Kundgebungen vor dem Weihnachtscircus. Angefangen in kleiner überschaubarer Zahl wuchs die Unterstützung unserer Proteste in den letzten Jahren stark an. Unsere Proteste sind und waren den Zirkusbetreiber*innen nach wie vor ein Dorn im Auge. Neben mehreren Anzeigen wegen Körperverletzung und Beleidigungen gegen den ehemaligen Circus-Chef Milano, kam es immer wieder zu verschiedenen Störaktionen.

Aber es gibt auch positive Entwicklungen zu verzeichnen – zumindest bei anderen Zirkusunternehmen. So verzichtet der Circus Roncalli seit 2018 nicht nur vollständig auf Tiere in seinem Programm, sondern stellte auch das Essensangebot auf vegan/vegetarische Kost um und zeigt somit, dass starre Traditionen veränderbar sind.

Wir danken allen Teilnehmenden für die Unterstützung vor Ort und für das zahlreiche Erscheinen.