Am 1. Mai und am 24. April 2016 organisierte wir zwei Kundgebungen vor dem Zirkus Berolina in Dresden.

Wir freuen uns besonders, dass es uns gelungen ist an beiden Protesttagen soviele unterschiedliche Menschen zu mobilisieren und für unsere Aktion zu gewinnen. Wir danken euch allen, die uns unterstützt haben. Ihr seid großartig!

[Best_Wordpress_Gallery id=“20″ gal_title=“Berolina“]

Zum letzten Tourneetag von Berolina in Dresden, am 1. Mai 2016, gab es die zweite Kundgebung gegen Tierausbeutung in Zirkussen. Zwischen 25-30 Menschen beteiligten sich an unserem friedlichen, bunten und kreativen Protest. Neben Transparten, Flyern, Schildern, Redebeiträgen, fiktiven Dialog und einer Geschichte, die das Leben eines Elefanten in Gefangenschaft beschreibt, zog besonders unsere Seifenblasen Künstlerin die Aufmerksamkeit, vor allem der zirkusbesuchenden Kinder, auf sich.

Am Sonntag, 24. April 2016 demonstrierten knapp 25 Aktivist*innen gegen die Tierhaltung im Zirkus Berolina. Mit Schildern, Transparenten, Redebeiträgen und einem fiktiven Dialog zwischen Zirkusbefürworter*innen und Zirkusgegner*innen machten wir die Zirkusbesucher*innen über das Leben der sog. Zirkustiere aufmerksam.

Den Zirkusbetreiber*innen war unser Protest allerdings ein Dorn im Auge und sie versperrten die Sicht auf unsere Aktion mit einem Lkw und mehreren PKw´s. Außerdem beschallten sie uns mit Musik, um unser Anliegen auch akkustisch zu erschweren. Die hilflosen Bemühungen unseren Protest zu behindern, zeigen eigentlich sehr deutlich in welcher  Situation sich der Zirkus befindet. Argumente für einen Zirkus mit  Tieren gibt es keine, denn zu offensichtlich ist das Leid der Tiere in der Manage. Bei fast jedem Gastspiel sind Berolina Mitarbeiter*innen mehr mit den Gegendemonstrant*innen beschäftigt, als mit dem eigenem Publikum. Dies wurde auch in Dresden deutlich, da nur wenig Zuschauer*innen die Vorstellung besuchten.

elefanten_berolina_dresdenFür Tiere bedeutet ein Leben im Zirkus ein Leben in Gefangenschaft, ein Leben in engen Käfigen, Ketten und Transportern. Ein Leben lang ein­ge­sperrt, ohne die Möglichkeit ihren  angeboren Fähigkeiten nachzugehen. Tiere im Zirkus sind der ständigen Lautstärke des Zirkusorchesters und des Publikums ausgesetzt. Sie haben keinerlei Möglichkeit sich dagegen wehren, verstecken oder flüchten zu können. In Zirkussen werden Tiere zu Dres­sur­ob­jek­ten degradiert – zur Be­lus­ti­gung des Pu­bli­kums.

Weltweit sind mittlerweile in über 30 Ländern Wildtiere im Zirkussen ganz oder teilweise verboten. Seit Jahren fordern auch in Deutschland verschiedene Verbände und die Bundestierärztekammer ein generelles Verbot von (Wild-)Tieren im Zirkus. Der Bundesrat forderte 2003 und 2011 die Bundesregierung auf, ein entsprechendes Gesetzt umzusetzen. Bisher besteht dies jedoch nur in einigen Städten und Landkreisen für die Verpachtung kommunaler Flächen besteht.

Wir danken allen Aktivist*innen, die unsere Aktion unterstützt haben!
Für einen Zirkus ohne Tiere!