Etwa 60 Menschen beteiligten sich am 5. Mai an der Kundgebung unter dem Titel „„…und hinter 1000 Stäben keine Welt“ vor dem Dresdner Zoo. Die Aktion verlief durchweg positiv. Mit zwei Redebeiträgen informierten Aktivist_innen über die Tierhaltung im Zoo, welche Sinnbild ist für eine Gesellschaftsform, die auf Ausbeutung, Unterdrückung und Unterwerfung beruht. Der Zoo wurde zuvor nicht über die angemeldete Kundgebung informiert und die Mitarbeiter_innen reagierten dementsprechend nervös und riefen die Polizei. Diese konnte jedoch nur die Rechtmäßigkeit des Protestes feststellen. Nachdem der Lauti gegen 17:30 Uhr zu einer anderen Veranstaltung aufbrach, übernahm spontan Fidl Kunterbunt das Rahmenprogramm und begleitete den Protest musikalisch.

Zoo Dresden

Bereits am 5. April (Ostermontag) gab es eine Spontandemo vor dem Zoo. Hintergrund ist die Elefantenhaltung im Zoo Dresden und der Angriff des 4-jährigen Elefanten Thabo Umasai auf seine Elefantenwärterin. Am 27. März griff Thabo-Umasai eine Elefantenwärterin an und verletzte sie schwer. Experten sehen als Grund für den Unfall, die zu frühe Trennung von seiner Mutter und die anschließende brutale und tierquälerische Unterwerfungsdressur. Thabo Umasai wurde bereits mit acht Monaten von seiner Mutter Drumbo getrennt, um  „auf den Menschen geprägt zu werden“.

Eine weitere Kundgebung fand am 18. April statt, bei der eine Aktivistin für mehrere Stunden in einem kleinen Käfig hockte und so die nicht artgerechte Tierhaltung symbolisierte. In Zoos können Tiere ihre angeborenen, arteigenen Verhaltensweisen kaum ausleben und sind zu bloßen Schauobjekten degradiert. Die Haltung in Gefangenschaft führt häufig zu schweren Verhaltensstörungen, sowie zu erheblichen Leiden und Schmerzen. Zoos sind ein Sinnbild für die als selbstverständlich geltende Herrschaft des Menschen über nichtmenschliche Tiere.